Der geneigten Leserschaft dürstet nach mehr. Es gibt öffentliche Beschwerden. Der Mob rauft sich zusammen munkelt man, um gegen die mangelnde Berichterstattung in aller Form zu revoltieren!
Zu meiner Verteidigung muß ich sagen, dass auch für mich die Wochen hier ungaublich schnell verstreichen.
Dazu kommt, dass mein Praktikum nun in vollem Gange ist und ich somit inzwischen einen relativ geregelten Tagesablauf habe, der einfach dafür sorgt, die Zeit noch schneller verstreichen zu lassen...
Es begab sich also, dass ich mitte der Woche, am Mittwoch nämlich, einen Zettel in meinem Briefkasten vorfand, der mich darüber in Kenntnis setzte, ein Paket erhalten zu haben. Allerdings war es kein Benachichtigungszettel im herkömmlichen Sinne wie man ihn von Briefträgern her kennt, sondern die kopierte Oberseite eines Pakets.
Kurzerhand zur Post geradelt mit diesem ominösen Papier, stellte ich fest, dass es überhaupt kein Problem darstellte, die Sendung entgegenzunehmen. Nichtmal den Ausweis wollten sie sehen!
Nun gut!
Das lang ersehnte Holle-Carepaket war also endlich eingetroffen.

Vollgepackt mit allerlei Klamauk, Schnasseleien und kulturellen und intelektuellen Schätzen, wartete der Karton darauf von mir geöffnet und inspiziert zu werden.
Was soll ich sagen, sämtliche Vorstellungen wurden Haushoch übertroffen.

...unglaublich schokoladige Kekse, die einem auf der Zunge zergingen...sie überlebten immerhin die ersten 15 Stunden...

...Tabak, eine Duschhaube, ein gruseliger Schundroman, ein Aschenbecher....


Nicht genug, dass ich mich fühlte wie zu Weihnachten, gierig jede Kleinigkeit aus dem Karton wühlend, wurden die geschickten Geschenke noch garniert mit kleinen Memos auf Klebezetteln.

You get, what you expect...

Holle, zwar schon "persönlich" überbracht, aber auch an dieser Stelle nochmal ganz ganz herzlichsten Dank! Ich bin entzückt!
Und Katta, wenn du willst, dass hier mehr passiert, musst du mir mehr Anlässe geben! ;-)
Gestern früh war dann der entscheidende Augenblick gekommen. Es galt den Sprachkurs "Tysk I" für Bettina vertretend zu unterrichten. Hans, ins kalte Wasser zweier Doppelstunden mit Sprachanfängern, geschubst! Ohne das jetzt hier wirklich detailiert erläutern zu können, muß ich sagen, es war gut. Für die allererste Unterrichtsstunde war es gut! Ich war so nervös wie lange nicht mehr (obwohl, als ich hergeflogen bin war ich auch nervös wie verrückt...aber irgendwie doch anders), zu schnell mit meinem Stoff durch, was vielleicht daran lag, dass die Studenten alle total clever waren, vielleicht aber auch daran, dass ich einfach ein bisschen zu schnell war (ich weiß es nicht) und sie hatten danach keine Fragen. Alles wunderbar eigentlich!
Nächste Woche gehts dann direkt weiter und mit jeder Stunde die ich halte, rechne ich fest damit, lockerer und routinierter zu werden. Klingt für mich nach nem Spitzenplan!
Gestern Abend folgte dann noch ein ziemlich enttäuschendes Ølfestival im Samfundet.
Gesetzt war, ganz viele Biere aus aller Welt. Die gabs auch irgendwo, nur wusste niemand wo!
Naja, unverschämten Eintrittspreis bezahlt, Bockbier getrunken und irgendwann nachhause gewatschelt. Im Regen versteht sich! Den dieser ist seit ca. einer Woche ein stetiger, treuer Begleiter der täglich zu verrichtenden Wege!
Olè der Herbst ist da!
Har det bra!